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olz stellt im
Wohnbereich wohl das wertvollste Baumaterial dar. Es hat eine innere Oberfläche von 200qm
bei einem Würfel von nur 1.0m3. Dieser kapillar poröse Körper mit seiner
großen inneren Oberfläche steht mit seiner Umgebung in ständigem
Feuchtigkeitsaustausch. Das Holz nimmt aus seiner Umgebung Luft-Feuchtigkeit auf, bzw.
gibt Feuchtigkeit ab, bis ein Gleichgewichtszustand erreicht ist.
Das Wasser wird sowohl in flüssigem als auch in dampfförmigen
Zustand im Holz gespeichert. Die Zellhohlräume enthalten das flüssige,
leichterflüchtige Wasser, das als freies Wasser bezeichnet wird, während in den
kleineren Hohlräumen der Zellwände, den Fasern, Wasserdampf gebunden wird, der als
gebundenes Wasser bezeichnet wird. Die Fasersättigung mit gebundenem Wasser ist bei einem
Holzfeuchtigkeitsgehalt von etwa 30% erreicht. Das Holz steht dann mit einer etwa 100%igen
relativen Luftfeuchtigkeit im hygroskopischen Gleichgewicht. Die Holzgleichgewichtsfeuchte
hängt von der Luftfeuchtigkeit und der Umgebungstemparatur ab. Die permanent durch
Feuchtigkeitsaufnahme und -abgabe alternierende Volumenänderung nennt man das
"Arbeiten" des Holzes. Das Arbeiten des Holzes tritt insbesondere zwischen 6 und
30% Holzfeuchte auf. Es kommt jetzt sehr darauf an, wie das Holz behandelt wird, damit
diese so hervorragenden Eigenschaften erhalten bleiben. Holz muß im Innenbereich, also
dort, wo es nicht feucht wird, d.h. dort wo die Holzfeuchte nicht über 18% steigt, im
Grunde genommen nur gegen die Verschmutzung, bedingt durch die große offene Oberfläche,
einen Schutz bekommen. Hier kommen die im weiteren besprochenen Öle und Wachse zum
Einsatz.
Holzoberflächen mit Kunstharzlacken zu versiegeln heißt also,
die Wirkung des Holzes zunichtemachen, es auszuschalten. Ein versiegelter Holz- oder
Korkfußboden könnte so betrachtet auch aus PVC sein.