I
m Außenbereich , dort
wo das Holz vom Wasser angegriffen wird, sollte auf das wasserlösliche Borax-Borsalz
grundsätzlich verzichtet werden. Für diesen Fall steht zur Verfügung :
Sehestedter Bläueschutz-Grundieröl, ein Halböl zur Grundierung speziell von Außenlasuren,
Leinöl-Lackanstrichen und von Holzöllack (Bootslack) zum Schutz des Holzes vor
fungizidem Befall. Kiefernholz wird hierdurch gegen Bläuebefall geschützt.
Zusammengesetzt aus reinem Leinölfirnis, Orangenschalenterpentin, Isoaliphate,
Organo-Borat.
Der Wirkstoff in dieser Grundierung ist ein Organo-Borat, mit
einem ausgezeichneten Schutz für Holz , auch im Außenbereich, gegen jeglichen
Pilzbefall. Die chemische Formel lautet: C18H36O6B2.
Dieses Borpräparat wird nicht über die wässrige Phase, wie b.B. Borax oder auch
Borsalz-Borsäurekombinationen, sondern wasserfrei , in Grundieröl gelöst in das
trockene Holz eingearbeitet. Anschließend wird das Holz dann wie gewohnt weiter gegen
Verwitterung durch Lacke oder Lasuren geschützt.
Erst wenn die Holzfeuchte größer als 20% wird, führt ein
Hydrolyseprozess zur Aufspaltung des Organo-Borates in Borsäure, die erst dann entsteht
und ein mögliches Pilzwachstum verhindert.
Der Nachteil der bisher bekannten Borax-Präparate, der darin
bestand, daß das Borax wassergelöst in das Holz eingebracht werden mußte, und dann
sofort das Bestreben hatte an die Oberfläche des Holzes zu wandern, wird also aufgehoben.
Das Organo-Bormittel wird jetzt im Holz durch Leinöl fixiert. Erst bei Nässe wird es
aktiv. Als Borsäure kann es seine Wirksamkeit im Holz länger entfalten als Boraxsalz,
das aus o.g. Gründen zum Ausblühen neigte und von der Oberfläche des Holzes abgewaschen
wurde.
"Borverbindungen besitzen in Deutschland nur eine sehr
geringe Bedeutung. Im Gegensatz zur Anwendung in Großbritanien, Australien und Neuseeland
konnten sie sich hier nicht durchsetzen und die traditionell im Holzschutz verwendeten
Fluorsalze verdrängen. Das ist bemerkenswert, wenn man ihre relativ geringe Giftigkeit
gegenüber Menschen und Säugetieren mit ihrer ausgezeichneten Wirkung als vorbeugendes
Holzschutzsalz vergleicht.- Bor-Präparate unterliegen wegen ihrer Ungefährlichkeit
keinen Anwendungsbeschränkungen." (Zitat: Leiße, Über die Belastung von Mensch und
Umwelt durch Holzschutz-Wirkstoffe aus imprägniertem Holz, Braunschweig 1984).
Neben dem fungiziden Schutz, bietet diese Grundierung auch einen beschränkten
insektiziden Schutz.
Als Holzschädling bekämpfendes Mittel ist Permetrin
(Pyrethrum) in den letzten Jahren sehr in Zweifel gezogen worden, betreffs der
Schädlichkeit für den Menschen. Wir bieten daher die
Sehestedter Neemöl-Emulsion zur
Schädlingsbekämpfung an.
Holz im Außenbereich, wie Fenster, Türen, Gartenmöbel,
Dachüberstände, kurz alles Holz, das von der Sonne beschienen und vom Regen naß wird,
muß mit folgenden Produkten weiterbehandelt werden:
Leinöl-Holzöl- Außenlasur,
farbig
Ein fettes Öl für im Außenbereich gegen Regen und Sonne zu
schützendes Holz. Schnell trocknend, überstreichbar. In den nordischen Farben: Kiefergelb, Goldgelb, Kanariengelb, Altkiefer, Eiche,
Erdbraun/Palisander, Schwedischrot(Ochsenblut), Teakrot, Venetianischrot,
Himbeerrot, Moosgrün, Grasgrün,Antikgrün, Däniscblau, Friesischblau,
Fjordblau, Rehbraun, Taubengrau, Hellgrau (RAL7035) und Weiß sowie Tiefschwarz und
farblos. Alle Töne sind untereinander mischbar.
Auch zur Nachpflege von mit anderen nicht deckenden Mitteln vorher gestrichenen Objekten.
Bei der Holzöl-Lasur, farblos für Außen handelt es sich um eine Lasur bei der ein
ultrafeines Titandioxid für den UV-Schutz des Öls sorgt. Die farbigen Anstriche sind
dieser farblosen Lasur jedoch vorzuziehen, zumal man bei der farblosen Lasur nach dem
natürlichen Abbau diesen durch die fehlende Farbe nicht bemerkt.
Zusammengesetzt aus den Naturstoffen:
Standöle des Leinöls, Holzöls und des Rizinus, Calcium-Kobalt-Zirkonium-Octoat als
Trockner, Erdfarben, Mineral- oder natürliche Eisenoxydpigmenten in einer Mischung aus
Balsam- und Citrusterpentin mit Isoaliphaten und bestem franz.Pineöl, Bentoneerde.
Verarbeitung:
Holz muß frei von deckenden oder abblätternden Anstrichen sein, sonst abbeizen oder
schleifen. Grundieren mit dem Sehestedter Bläueschutz-Grundieröl. Einige Stunden
später einen sparsamen Anstrich mit Leinöl-Holzöl-Außenlasur, die vorher gut
aufgerührt wurde. Nach Durchtrocknung (12 bis 24 Stunden ) zweiten satten Anstrich
aufbringen. Besonders gefährdete Teile evtl. nach einigen Tagen noch ein drittes Mal
streichen.
Nachpflege:
Je nach Abwitterung alle 1 bis 2 Jahre evtl. länger, immer nach der Devise: Das Holz
muß ölgeschützt sein, um ein Eindringen des Regenwassers, und gut pigmentiert, um einen
Abbau des Bindemittels durch die UV-Strahlung unmöglich zu machen. Also z.B. bei Fenstern
evtl. nach einem Jahr nur die extrem beanspruchten Wasserschenkel nachstreichen
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Sehestedter Vorlackfarbe für Innen u.
Außen
Der Vorlack ist ein deckendes, weißes Anstrichmittel für den
Holzuntergrund. Er läßt sich gut vertreichen und ist nach 18 Stunden so hart
aufgetrocknet, daß er sich schleifen läßt. Daher ist diese Vortreichfarbe
verhältnismäßig ölarm und bedarf einer Endlackierung mit einem Leinöllack
(Sehestedter Maler-Weißlack). Im Innenbereich kann der Vorlack auch als weißer
Untergrund für Öllasuren eingesetzt werden.
Zusammengesetzt aus den Naturrohstoffen:
Leinölstandöl,Kopalverkochung,Siliciumdioxyd,Dolomitgesteinsmehl,Bentonit,Titandioxyd,
Isoaliphaten, Pineöl und Orangenterpentin und als Trockenstoff Calcium und ein
Zirkonium/Mangan-Trocknergemisch.
Anstrichaufbau:
1. Sehestedter Bläueschutz-Grundieröl auf trockenen, sauberen Untergrund
(Holzfeuchte unter 15%) aufbringen.
2. Löcher füllen und glattspachteln mit Sehestedter Lackspachtel.
3. Vorlackfarbe, im Außenbereich evtl. 1:1 mischen mit Maler-Weißlack. 18 Stunden
Trockenzeit.
4. Zwischenschleifen.
5. Ein bis zwei dünne Deckanstriche mit Sehestedter Maler-Weißlack. Jeweils
mindestens 24 Stunden Trockenzeit beachten und bei allen Anstrichen möglichst
zwischenschleifen.
Alle Lacke vor der Verarbeitung gut aufrühren! Anbruchgebinde umdrehen. Reste
möglichst in kleinere passende Gefäße umfüllen.
Verbrauch:
ca. 0.75/10m2 für einen unverdünntem Anstrich
Im Innenbereich, auf nicht stärker beanspruchten Flächen, kann die weiße Sehestedter
Vorlackfarbe eventuell auch als Endanstrich eingesetzt werden. Sie trocknet matt auf und
haftet auf den meisten alten Anstrichen, die jedoch vorher gut gesäubert werden müssen.
Sehestedter Maler - Weißlack
Leinöl-Standöl-Lack
Ein gut deckender Leinöl-Standöl-Weißlack für
Außenanstriche auf Türen, Fenstern, Gartenmöbeln usw. mit einem wasserabweisenden
Glanzgrad. Seine hohe Elastizität wirkt Haarrissen und Versprödungen entgegen.
Staubtrocken und überstreichbar innerhalb eines Arbeitstages.
Ein unkompliziert und wirtschaftlich zu verarbeitender Weißlack, wie er von früher her
den alten Fachleuten noch bekannt ist.
Zusammengesetzt aus:
Firnis, Leinöl- und Holzölstandöl, Kopalverkochung, Talkum, Dolomitgesteinsmehl,
Bentonit, Titandioxyd, Isoaliphaten, Pineöl und als Trockenstoff Calcium und ein
Kobalt/Zirkonium-Trocknergemisch.
Standöl ist die Bezeichnung für ein fettes Öl, wie Leinöl oder Holzöl, das
längere Zeit auf etwa 200-300°C erhitzt wurde, zwecks Verbesserung der
anstrichtechnischen Eigenschaften.
Anstrichaufbau:
wie beim Vorlack beschrieben
Verbrauch:
ca. 0.75l/10m2 pro Anstrich, d.h. für die drei Schichten nach obigen
Anstrichaufbau wird für ca. 10m2 zu streichende Fläche ein 2.5l-Gebinde
benötigt.
Zur Mattierung:
Wie alle echten Leinöl-Standöl-Lacke wird auch der Sehestedter Malerweißlack mit der
Zeit matter. Aus diesem Grunde sollte er nicht mattiert werden. Für seidenmatte
Innenflächen kann der Vorlack, evtl. mit etwas Maler-Weißlack vermengt, gestrichen
werden.
Sehestedter
Dickschichtlasur
Leinöl-Standöl-Lack +
Leinöl-Holzöl- Außenlasur, farbig
Eine gut deckende Leinöl-Standöl-Dickschichtlasur für
Außenanstriche für Holzhäuser, Gartenmöbeln usw. mit einem wasserabweisenden
Glanzgrad. Die hohe Elastizität wirkt Haarrissen und Versprödungen entgegen.
Staubtrocken und überstreichbar innerhalb eines Arbeitstages.
Eine unkompliziert und wirtschaftlich zu verarbeitende Dickschichtlasur. Sie wird meist
bei Rauhspund eingesetzt. Untergrund muß trocken ( Holzfeuchte unter 15 % ) fest,
saugfähig, sauber und staub-und fettfrei sein. Aufbereiten des Untergrundes evtl. durch
Schleifen mit Schleifpapier unterschiedlicher Körnung.
Zusammensetzung:
Die Dickschichtlasur ist eine Mischung aus 50% Außenlasur und 50%
Leinöllackfarbe. Sie ist eine Kombination von Verkochungen des Leinöls, chinesischen
Holzöls (Tungöl) und Rizinusöls, wasserfesten Baumharzen in einem Lösungsmittelgemisch
aus hochwertigem französischen Pinienöl, gereinigtem portugiesischen Balsamterpentin,
Orangenschalenterpentin aus Brasilien und Isoaliphaten, den Füllstoffen Bentoneerde,
Siliziumdioxid und Titandioxyd sowie Calzium+Kobalt-Zirkonium-Oktoat als Trockenstoff.
Standöl ist
die Bezeichnung für ein fettes Öl, wie Leinöl oder Holzöl, das längere Zeit auf etwa
200-300°C erhitzt wurde, zwecks Verbesserung der anstrichtechnischen Eigenschaften.
Farbtöne
mit folgenden Farbnuancen bei 50/50-Mischung: weiß, cremeweiß, schwed.rot, orange,
dän.blau, taubengrau, schwarz, grasgrün, waldgrün, braun, himbeerrot. Natürlich sind
eine Vielzahl von Farbnuancen auch möglich durch Mischungen der 24 farbigen Außenlasuren
mit den 10 Sehestedter Farblacken und mit dem Malerweißlack.
Anstrichaufbau:
Grundieren mit Sehestedter BLS-Grundieröl 2081. Je nach Beschaffenheit
des Untergrundes 1-2 Anstriche mit Sehestedter Dickschichtlasur. Der
Untergrund muß wieder fest, saugfähig, sauber und staubfrei sein. Zwischenschliff (Korn
180-220).
E. Renovierungsanstrich im Außenbereich:
Vorbereitung: Porenschließende Altanstriche (Lackfarben,
Dickschichtsysteme usw.) müssen durch Abschleifen, Abbeizen oder -brennen rückstandslos
entfernt werden; der Untergrund muß wieder fest, saugfähig, sauber und staubfrei sein.
Offenporige Altanstriche säubern, ggf. anschleifen, auf Saug- und Auftragsfähigkeit
prüfen.
Verbrauch:
ca. 0.75l/10m2 pro Anstrich, d.h. für die zwei Schichten nach obigen
Anstrichaufbau wird für ca. 10m2 zu streichende Fläche 1.5l benötigt.
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