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Sehestedter Naturfarben

Pflege von Küchenarbeitsplatten

Für extrem beanspruchte Flächen, wie z.B. Küchen-Arbeitsplatten oder Fensterbänke, hat sich der folgend beschriebene (aufwendige) Oberflächenaufbau hervorragend bewährt:

  1. Grundanstrich naß-in-naß bis zur vollen Sättigung mit Grundieröl (Bst.Nr.:2080) oder bei feuchtigkeitsgefährdeten Flächen mit Bläueschutz-Grundieröl (Bst.Nr.:2081). Überstände nach ca. 30 Min. sorgfältig abnehmen.
  2. Einen Tag später: Zwischenschliff mit 150er-Papier. Anschließend die Fläche sorgfältig mit der Sehestedter Tripel-Polierpaste auspolieren.
  3. Leinöl-Holzöl-Innenlasur mit Lappen oder Pinsel dünn aufstreichen.
  4. Schlußanstrich einen Tag später mit Innenlasur (Lappen) oder mit Pflegeöl (Bst.Nr.:2220), je nach Saugfähigkeit des Holzes.
  5. Mit Pflegeöl nach Bedarf und vorheriger Säuberung weiterbehandeln. Stehendes Wasser auf Küchen-Holz-Arbeitsplatten unbedingt vermeiden!
  6. Weiterbehandlung: Sehestedter Pflegeöl nach jedem Abwasch die Arbeitsfläche mit dem      Soft Scrub-Zellulose-Schwamm von stehendem Wasser frei halten.

    Anfangs jede Woche ein Pflegeöl-Auftrag mit Lappen auf die trockene Fläche dünn auftragen. Später genügt es, das Pflegeöl nur noch in mehrmonatigen Abständen aufzubringen. Das Holz ist auf diese Weise gegen Wasser und Chemikalien geschützt. Die Küchenarbeitsplatte behält ein stets gepflegtes Aussehen. Bitte kein Wachs oder andere Präparate benutzen.

    Tipp:

    Sollte die Fläche durch zu viel Pflegeöl zu fett geworden sein oder verschmutzt  sein, empfehlen sich die neuartigen Scrub Buds.

  7. Dies sind besondere Stahlschwämme, die mit Pflegeöl den festen Öl/Schmutzauftrag hervorragend herunterholen. Anschließend kann der Schwamm auseinandergenommen unter fließendem Wasser gereinigt werden und oft wieder benutzt werden.

Wir haben für die Pflege von Küchenarbeitsplatten ein Set zusammengestellt (Art.Nr.: 2169) bestehend aus: 0.75l Grundieröl, 0.2l Tripel-Polierpaste, 0.2l Innenlasur, 0.2l Pflegeöl, 1 Pinsel und Anleitung, 1 Scrub Buds,  1 Softscrub-Schwamm.

Garantie: Wenn Sie die Arbeitsfläche in o.g. Weise behandeln und pflegen, garantieren wir eine einwandfreie, schöne Fläche auch noch nach 10 Jahren.

Sehestedter Tripel-Polierpaste

Universell einsetzbares Poliermittel aus reinen Naturprodukten für geölte Holzflächen, wie stark beanspruchte Küchenarbeitsplatten, Fensterbänke und Fußböden. Säubert und gibt dem Holz samtenen Glanz. Die Flächen sind beanspruchbar nach Abschluß der Polierung! Gibt der Holzfläche hervorragenden Schutz gegen Wasser und Chemikalien. Auch zu benutzen als Poliermittel für Messing und Edelstahl, Linoleum und viele andere Materialien (Proben machen!). Besonders zu empfehlen für Drechselarbeiten als Endschliff und Ölimprägniereung. Einfach etwas Tripel-Polierpaste auf einen Baumwoll-Lappen bringen und an das Werkstück halten, so erhält man eine tastsympatische Oberfläche.

Zusammensetzung:

Natürliches amorphes Silicium-Dioxid*, Standöle des Leinöls, Holzöls und Rizinusöls, Bentoneerde in einer Mischung aus Balsam- und Citrusterpentin und Isoaliphaten und franz. Pineöl.

Verarbeitung:

Polieren mit Ballen aus Baumwoll-Lappen. Lappen und Paste so lange erneuern, bis kein Schmutz mehr auf dem Lappen erscheint. Sofort mit sauberem Baumwollappen trockenpolieren bis Glanz erscheint. Beliebig oft wiederholbar. Bei grobporiger Eiche und bei Teak eventuell auftretenden weißen Schleier sofort kräftig mit Wurzelbürste abbürsten.

*Natürliches amorphes Silizium-Dioxid gehört in die Gruppe der Kieselgesteine und ist der Untergruppe der Tripel (tripoli) zuzuordnen. Dabei handelt es sich um schwach bis mäßig verfestigte sedimentäre Bildungen aus Opal (amorph), Chalcedon (kryptokristallin) oder Quarz (kristallin). Der Name Tripel(tripoli) leitet sich von seinem Vorkommen von porösem SiO2 in der Nähe von Tripoli, Nordafrika, ab. Es war schon früher bei den Handwerkern als feinstes Poliermittel, wegen seiner enormen Härte, sehr geschätzt. Ein 1896 entdecktes ähnliches Vorkommen in Missouri, USA, erhielt erstmals den Namen tripoli.

Geologen vertreten die Ansicht, daß die Lagerstätten zu einer Zeit gebildet wurden, als dieser Teil der Erde noch mit Wasser bedeckt war. Diese Theorie wird durch den Fund fossiler Reste vonTrilobiten(urweltliche Krebstiere) gestützt, die vor über 200 Mill.Jahren im Meer lebten. Durch den Anstieg der Erdkruste wurden die Ablagerungen auf etwa die Höhe der umgebenden Topographie gebracht.

Der Abbau begann zunächst an den Stellen, wo die Erosion an den Bergflanken die Kieselerde freilegte und erfolgt heute bergmännisch.

 

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