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ür extrem beanspruchte
Flächen, wie z.B. Küchen-Arbeitsplatten oder Fensterbänke, hat sich der folgend
beschriebene (aufwendige) Oberflächenaufbau hervorragend bewährt:
- Grundanstrich naß-in-naß bis zur vollen Sättigung mit Grundieröl (Bst.Nr.:2080) oder
bei feuchtigkeitsgefährdeten Flächen mit Bläueschutz-Grundieröl (Bst.Nr.:2081).
Überstände nach ca. 30 Min. sorgfältig abnehmen.
- Einen Tag später: Zwischenschliff mit 150er-Papier. Anschließend die Fläche
sorgfältig mit der Sehestedter Tripel-Polierpaste auspolieren.
- Leinöl-Holzöl-Innenlasur mit Lappen oder Pinsel dünn aufstreichen.
- Schlußanstrich einen Tag später mit Innenlasur (Lappen) oder mit Pflegeöl
(Bst.Nr.:2220), je nach Saugfähigkeit des Holzes.
- Mit Pflegeöl nach Bedarf und vorheriger Säuberung weiterbehandeln. Stehendes Wasser
auf Küchen-Holz-Arbeitsplatten unbedingt vermeiden!
Weiterbehandlung:
Sehestedter Pflegeöl nach jedem Abwasch die Arbeitsfläche mit dem Soft Scrub-Zellulose-Schwamm von stehendem Wasser frei halten. Anfangs
jede Woche ein Pflegeöl-Auftrag mit Lappen auf die trockene Fläche dünn auftragen.
Später genügt es, das Pflegeöl nur noch in mehrmonatigen Abständen aufzubringen. Das
Holz ist auf diese Weise gegen Wasser und Chemikalien geschützt. Die Küchenarbeitsplatte
behält ein stets gepflegtes Aussehen. Bitte kein Wachs oder andere Präparate benutzen.
Tipp:
Sollte die Fläche durch zu viel Pflegeöl zu fett
geworden sein oder verschmutzt sein, empfehlen sich die neuartigen Scrub Buds.
Dies sind besondere Stahlschwämme, die mit Pflegeöl den festen Öl/Schmutzauftrag
hervorragend herunterholen. Anschließend kann der Schwamm auseinandergenommen unter
fließendem Wasser gereinigt werden und oft wieder benutzt werden.
Wir haben für die Pflege von Küchenarbeitsplatten ein Set
zusammengestellt (Art.Nr.: 2169) bestehend aus: 0.75l Grundieröl, 0.2l
Tripel-Polierpaste, 0.2l Innenlasur, 0.2l Pflegeöl, 1 Pinsel und Anleitung, 1 Scrub Buds,
1 Softscrub-Schwamm.
Garantie: Wenn Sie die Arbeitsfläche in o.g. Weise behandeln und
pflegen, garantieren wir eine einwandfreie, schöne Fläche auch noch nach 10 Jahren.
Sehestedter Tripel-Polierpaste
Universell einsetzbares Poliermittel aus reinen
Naturprodukten für geölte Holzflächen, wie stark beanspruchte Küchenarbeitsplatten,
Fensterbänke und Fußböden. Säubert und gibt dem Holz samtenen Glanz. Die Flächen sind
beanspruchbar nach Abschluß der Polierung! Gibt der Holzfläche hervorragenden Schutz
gegen Wasser und Chemikalien. Auch zu benutzen als Poliermittel für Messing und
Edelstahl, Linoleum und viele andere Materialien (Proben machen!).
Besonders zu empfehlen für Drechselarbeiten als
Endschliff und Ölimprägniereung.
Einfach etwas Tripel-Polierpaste auf einen Baumwoll-Lappen bringen und an das Werkstück
halten, so erhält man eine tastsympatische Oberfläche.
Zusammensetzung:
Natürliches amorphes Silicium-Dioxid*,
Standöle des Leinöls, Holzöls und Rizinusöls, Bentoneerde in einer Mischung aus
Balsam- und Citrusterpentin und Isoaliphaten und franz. Pineöl.
Verarbeitung:
Polieren mit Ballen aus Baumwoll-Lappen. Lappen und Paste so
lange erneuern, bis kein Schmutz mehr auf dem Lappen erscheint. Sofort mit sauberem
Baumwollappen trockenpolieren bis Glanz erscheint. Beliebig oft wiederholbar. Bei
grobporiger Eiche und bei Teak eventuell auftretenden weißen Schleier sofort kräftig mit
Wurzelbürste abbürsten.
*Natürliches amorphes Silizium-Dioxid gehört in
die Gruppe der Kieselgesteine und ist der Untergruppe der Tripel (tripoli) zuzuordnen.
Dabei handelt es sich um schwach bis mäßig verfestigte sedimentäre Bildungen aus Opal
(amorph), Chalcedon (kryptokristallin) oder Quarz (kristallin). Der Name Tripel(tripoli)
leitet sich von seinem Vorkommen von porösem SiO2 in der Nähe von Tripoli,
Nordafrika, ab. Es war schon früher bei den Handwerkern als feinstes Poliermittel, wegen
seiner enormen Härte, sehr geschätzt. Ein 1896 entdecktes ähnliches Vorkommen in
Missouri, USA, erhielt erstmals den Namen tripoli.
Geologen vertreten die Ansicht, daß die Lagerstätten zu einer
Zeit gebildet wurden, als dieser Teil der Erde noch mit Wasser bedeckt war. Diese Theorie
wird durch den Fund fossiler Reste vonTrilobiten(urweltliche Krebstiere) gestützt, die
vor über 200 Mill.Jahren im Meer lebten. Durch den Anstieg der Erdkruste wurden die
Ablagerungen auf etwa die Höhe der umgebenden Topographie gebracht.
Der Abbau begann zunächst an den Stellen, wo die Erosion an den
Bergflanken die Kieselerde freilegte und erfolgt heute bergmännisch.