U
nser Naturharz-Kleber
ist aus ökologischen Gründen nur aus Natur-Rohstoffen hergestellt. Neben dem Dammarharz
und dem Kasein ist die Kautschukmilch für diesen Kleber der wichtigste Bestandteil.
Die Surrogate Vinylacetat oder Acrylatdispersionen, dem Erdöl
entrissen, würden es auch tun. Aber wir setzen bewußt den Natur-Rohstoff Kautschuk ein,
denn mit jedem Kilo Latex, das wir den Gummizapfern z.B. den Seringueros in Südamerika
abnehmen, stärken wir deren Position.
66000 Menschen leben im Amazonasgebiet vomGummizapfen und
Paranußsammeln. Sie schützen den Wald, der ihre Lebensgrundlage ist, und verlangen die
Ausweisung von garantierten Sammelgebieten. Die sollen sicher sein vor Säge und
Zündholz, sollen sich nicht in unfruchtbare Viehweiden und die Ödnis der
Soja-Monokulturen verwandeln. Sollen nicht eingehen in den großen Kuchen Land (93%), den
sich ganze sieben Prozent der brasilianischen Bevölkerung teilen."Ich besitze kein
eigenes Land", erzählte ein Gummizapfer aus Xapuri einem französischen Fernsehteam,
ich zapfe Gummibäume an, die ich im Wald entdecke. Wir Kautschukzapfer besitzen
nichts, und die Großgrundbesitzer wollen uns umbringen, denn wenn wir nicht mehr da sind,
dann können sie alles, alles niederbrennen."
Die Kautschukzapfer, Paranußsammler und Indianer haben eine
Interessenvertretung gegründet: Aliança das POVOS da Floresta -Völker des Waldes-
nennen sie sich. Sie fordern eine Beteiligung an allen Planungen (Straßen, Kraftwerken,
Einschlaggenehmigungen), die ihren Wald betreffen. Sie brauchen Geld, um Rechtsanwälte zu
bezahlen, um Schreibmaschinen und Telefone anzuschaffen.
Der Verein Rettet den Regenwald" (vormals:
Regenwälder-Zentrum, Pöseldorfer Weg 17, 2000 Hamburg 13) bittet unter dem Stichwort
Völker des Waldes" um Spenden auf das Konto 606 744-206 beim Postgiroamt
Hamburg.
entnommen: Greenpeace-Magazin I/90