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ine völlig andere
Behandlung der Fußböden als die Ölbehandlung stellt das Lackieren der Fußbodenflächen
mit Naturharzlacken dar. Einer relativ harten Oberfläche, besonders beim angebotenen
echten Bernsteinlack, steht der Nachteil der eingeschränkten
Atmungsfähigkeit und der schwierigeren Nachpflege und Ausbesserung der Böden
gegenüber.
Dieser glänzende Klarlack kann sowohl als Fußbodenlack und
Möbellack, wie auch als Bootslack eingesetzt werden. Er hat ein gutes Füllvermögen,
schönen Glanz, ist wasserabweisend und abriebfest und durch seine große Elastizität
sehr beständig. Im getrockneten Zustand verursacht er keine elektrostatische Aufladung
sowie keine Abspaltung giftiger Gase. Durch diesen Öllack werden keine Gewässer
verunreinigt, nicht bei der Fertigung- und nicht beim sachgemäßen Gebrauch als
Bootslack!
Zusammensetzung: Holzölstandöl-Kopalverkochung, bestes
Leinölstandöl, Rizinusstandöl, Orangenschalen-Terpentin, sowie ein Trockenstoffgemisch
aus Calcium, Kobalt und Zirkonium.
Verarbeitungshinweis:
- Dieser Lack sollte in möglichst drei Schichten auf den optimal vorbereiteten Untergrund
unverdünnt mit Pinsel oder Rolle aufgebracht werden.
- Die Trockenzeiten betragen bei normalen Umgebungsbedingungen ca. einen Tag.
- Evtl. hochkommende Holzfasern erfordern ein Zwischenschleifen.
- Korkböden und stark saugende Hölzer satt und evtl. einmal mehr streichen.
- Harthölzer, wie Eiche und Buche sowie Estrichböden, sind mit Terpentinöl verdünnt
(bis zu 30%) vorzustreichen.
Verbrauch: Pro Anstrich ca. 1.0l/10m²
Die Unterscheidung Außenlack und
Innenlack bedeutet höheren bzw. niederen Ölgehalt. Ist das Verhältnis
Öl:Harz 3:1 und höher, dann spricht man von fetten Öllacken.
Die 1-fettigen Lacke und darunter nennt man magere Öllacke. Im
allgemeinen wird die Wetterbeständigkeit mit zunehmendem Ölgehalt besser,die
Wasserbeständigkeit jedoch schlechter. Hieraus resultiert, daß dieser Öllack, wenn er
als Bootslack, der wetterfest werden soll, verarbeitet wird, mit fettem Öl (Leinöl-
Holzöl-Außenlasur) in der untersten Schicht aufgefettet (1:1) wird. (Unterste Schicht am
stärksten ölhaltig, nach oben zu magere Schichten.)
Soll der Bootslack jedoch mehr wasserbeständig werden, so wird
der Öllack wie Fußbodenlack verarbeitet, daß heißt er wird in keiner Schicht mit
fettem Öl vermischt. Das Holz wird auch nicht mit Öl grundiert, sondern der Öllack wird
wie oben beschrieben verarbeitet.
Mattierung für Fußboden-Öllack Maximal 20 Volumen% Mattierung in Öllack
sorgfältig eingearbeitet ergibt seidenglänzende Lackanstriche im Innenbereich. Es ist
jedoch zu bedenken, daß eine mattierte Fläche der Verschmutzung eine günstigere
Angriffsfläche bietet.
Nur den letzten von mehreren Anstrichen mattieren und dünn auftragen. Der beste Matteffekt wird bei allen Lackierungen erreicht, wenn nur der
letzte Anstrich dünn mattiert gestrichen oder gespritzt wird, während die ersten
Anstriche normal, glänzend ausgeführt werden.
Zusammensetzung: Holzölstandöl-Kopalverkochung,
Leinölstandöl, Rizinusstandöl, Citrus-Terpentinöl, Calcium-Sikkativ , Kieselsäure und
Mikrowachs.