ein Blatt
o Aktuelle Vorträge
o Aktuelle Entwicklungen
o Die Umwelterklärung (EU-Audit)
o Unser Gästebuch
o Impressum
o Links zu Freunden und interessanten Adressen
o Bücher im amazon-Partnershop
Sehestedter Naturfarben

Der Glanz von Perlen

Glanz ist nicht gleich Glanz. Das Auge unterscheidet die feinsten Nuancen, von Schimmern bis zu Funkeln und Glitzern. Der weiche, sanfte, scheinbar dreidimensional aus der Tiefe kommende Glanz von Perlen faziniert die Menschen von jeher in besonderer Weise. Wie kommt er zustande? Echte Perlen wachsen in Muscheln, wenn ein Fremdkörper, zum Beispiel ein Sandkorn, in die Muschel eingedrungen ist. Der Fremdkörper wird abgekapselt, indem die Muschel ihn abwechselnd mit hauchdünnen Schichten von Protein und Calciumcarbonat umhüllt.

Bei auftretenden Lichtstrahlen wirken die Calciumcarbonatschichten wie dünne, transparente Spiegel. Sie reflektieren einen Teil des Lichtes und lassen einen Großteil passieren. Nach dem Durchdringen der ebenfalls transparenten Proteinschicht trifft der Lichtstrahl auf die Oberfläche der zweiten Calciumcarbonatschicht und der geschilderte Vorgang beginnt von neuem. So entsteht nach vielen Reflektionen der charakteristische Glanz von Perlen, der tatsächlich aus der Tiefe kommt.

Es ist jedoch nicht der weiche Glanz allein, der charakterisch für eine Perle oder Perlmutt ist. Auffallend ist auch ein Schillern in allen Farben des Regenbogens. Würde man eine Perle oder Perlmutt zerlegen und analysieren, würde man aber erstaunlicherweise keine Farbpigmente oder Farbstoffe finden.

Das schillernde Farbenspiel entsteht allein durch Interferenz von Lichtstrahlen. Vereinfacht ausgedrückt kann man Interferenz als eine selektive Refexion bezeichnen. Sie tritt an einer transparenten, dünnen Schicht auf. Auf Interferenzeffekten beruht nicht nur das Schillern von Perlen, sondern auch das irisierende Farbenspiel von Vogelfedern und Schmetterlingsflügeln.

Man könnte beispielsweise einer Lackierung Perlglanz verleihen, indem man sie aus hochlichtbrechenden, transparenten Schichten aufbaut. An diesen findet dann eine Mehrfachreflexion, wie bei einer Perle statt. So hat man die früheren Kutschenlacke durch einen bis zu zehnfachen Auftrag eines klaren Öllackes hergestellt. Nur die unterste Schicht war tiefschwarz und man erzielte so den in die Tiefe gehenden schwarzen Glanzeffekt.

In der heutigen Bionik wird der Natur ihre Tricks beim Perlglanz abgeschaut. So beschichtet man einen Kern aus Glimmer mit einer Titandioxid- und einer Eisenoxidschicht und erhält die neuen Goldglanzpigmente.iriodin-stargold1.gif (10952 Byte) Metallglanzpigmente bestehen also aus einem Glimmerkern, beschichtet mit Eisenoxid.

Glimmer ist ein natürliches, über die ganze Erde verbreitetes, plättchenförmiges Mineral, das aber in einigen Regionen in abbauwürdiger, reiner Form vorkommt. Für sich allein ist Glimmer als Perlglanzpigment ungeeignet, denn seine Brechzahl von 1,6 unterscheidet sich nur wenig von dem der meisten Anwendungsmedien, z.B. Lackbindemittel. Es dient jedoch als Träger für die hochlichtbrechenden Metalloxidschichten, die für den Perlglanz verantwortlich sind.

Die Sehestedter Naturfarben haben diese sauberen Pigmente ins Programm mit aufgenommen. Die Pigmente sind physiologisch unbedenklich und können auch in Lebensmittelverpackungen und für Kinderspielzeug eingesetzt werden. Verdünnte Säuren und Alkalien greifen Sie nicht an. Die Pigmente sind umweltverträglich, da sie praktisch wasserunlöslich und frei von wassergefährdenden Schwermetallen sind. Sie sind nicht brennbar und nicht selbstentzündlich, leiten den elektrischen Strom nicht und vertragen Temperaturen bis ca. Temperaturen bis ca. 8000C

Wir stellen jetzt einen Goldlack und diverse Farblasuren für den Innen- und Außenbereich mit Perlglanzefekten her. Ebenfalls bieten wir den Einsatz dieser neuen Pigmente in der Wandlasurgestaltung an. Bei allen neuen Produkten löst der Glimmer-Perlglanz-Effekt staunende Bewunderung aus.

 irodin-holz.jpg (8854 Byte) stargold_fluegel.gif (12334 Byte)  stargold_ercker.gif (7525 Byte)

Fordern Sie Muster an!

Zurück zum Vortragsverzeichnis