Aus
allen Kulturkreisen wird über die Wirkungen der Farben auf die Gesundheit der Menschen sowie aller Lebewesen berichtet. Aber insbesondere
auf unsere Gesundheit sind die Wirkungen der Farben noch vollkommen unausgeschöpft,
insbesondere im Hinblick auf das psychische, seelische Wohlergehen. Im Feng Shui spielen
Farben eine wichtige Rolle. Und fast überall gibt es bei allen Abweichungen im
Detail ein erhebliches Maß an Übereinstimmung bei den beobachteten Effekten. So
wirkt insbesondere Gelb ganz offensichtlich gegen Durchhänger und
Niedergeschlagenheit. Diese Farbe steht geradezu universell für positives Denken und Lust
am Leben. Sie ermuntert zur Aktivität, lockt nach draußen, zum eigentlichen Vorbild: der
Sonne. Nützen kann man die Farbpsychologie ganz pragmatisch und einfach, indem man z.B.
eine entsprechende Tischdecke auflegt, sich danach kleidet, die Wände nach solchen
Gesichtspunkten gestaltet und gezielt nach Farben isst. Eine Reproduktion von
van Goghs berühmten Sonnenblumen an der Wand hellt die Wohnung und die Stimmung
erfahrungsgemäß ebenfalls sehr wirkungsvoll auf.
Wenn wir
uns bewußt umsehen, werden wir feststellen, daß wir überall von Farben umgeben sind.
Für das Wohlbefinden eines jeden einzelnen von uns ist ein ausgeglichener Farbenhaushalt
äußerst wichtig. Farbdefizit kann eine große Anzahl von Krankheitserscheinungen
verschlimmern. Umgekehrt kann man die Heilkräfte der Farben auch zur ergänzenden
Behandlung einer ganzen Reihe von Leiden und Beschwerden sinnvoll und wirksam im
psychosomatischen Bereich einsetzen. So eine Heilmethode ist kein Allheilmittel und kann
auch keine Wunder vollbringen; sie kann jedoch - richtig angewandt - den Farbenhaushalt
des menschlichen Körpers stabilisieren und somit viel zum Wohlbefinden beitragen.
Schon von alters her gehören die
Farben zu den stärksten Ausdrucksmitteln. Sie wurden zum Abzeichen von Nationen und
Gemeinschaften, zum Sinnbild politischer oder religiöser Zugehörigkeit, und auch in der
Bibel wird den Farben symbolischer Charakter zugeordnet.
Die mannigfache Vielfalt, mit der uns
die Natur konfrontiert, ist überwältigend und Grundlage biologischer Vorgänge, die zur
Fortpflanzung und Erhaltung der Art, sowie zur Tarnung oder Anpassung an den Lebensraum
notwendig sind.
Machen Sie einmal einen Versuch, wie
unterschiedlich sich Farbstrahlen auf das Wachstum Ihrer Pflanzen auswirken. Rot, Gelb und Orange sind wachstumsfördernd , während Blaubestrahlung das Wachstum hemmt. Grün dagegen wirkt sich neutral aus.
Die Entwicklung der tierischen und
menschlichen Sehorgane und die farb- und lichtempfindlichen Zellen von Pflanzen sind die
Antwort der Evolution auf das Licht. An dieser stelle empfehle ich meinen Lesern einen Kurzlehrgang der Farbenlehre
im Internet. Neben dem Verlangen nach Sonne und Licht, kann man bei den meisten Menschen
auch einen "Hunger" nach bestimmten Farben feststellen, auch wenn sich der
einzelne dessen oft gar nicht bewußt ist, denn dieses Verlangen wird vom Unterbewußtsein
diktiert. Bei TBC-Kranken läßt sich z.B. ein ausgesprochener "Rothunger"
feststellen, während Gallenkranke Gelb ablehnen. Manche erblindete Personen sind sogar in
der Lage, Farben zu "fühlen".
Auf jeden fall sind Farben imstande die
Selbstheilungskräfte zu mobilisieren. Die Farbregulation bewirkt ein gleichmäßiges
Zusammenspiel aller organischer, psychischer, chemischer und seelischer Vorgänge im
Körper. In vielen Teilbereichen wurde das Verhältnis zwischen der menschlichen Psyche
und den verschiedenen Farben geklärt. Rot verrät den
Lebenskünstler und Optimisten, der gutes Essen und Trinken bevorzugt, vital ist und
imponieren möchte. Grün steht für Ruhe und
Selbstbewußtsein, Naturliebe, gepaart mit Solidarität und verhaltenem Wesen. Auch in der
Ernährung spielen Farben eine entscheidende Rolle. Die bunten Naturfarben sind
Nährstoffe, die die menschlichen Organzellen benötigen.
Die Farben der Farblichtbestrahlung
werden auf verschiedene Art vom menschlichen Körper aufgenommen, dort entweder sofort in
Energie umgesetzt oder aber gespeichert und im Bedarfsfall abgegeben. Auch eine Anregung
des Zellstoffwechsels ist möglich, was sich wiederum auf die Gesamtfunktion der einzelnen
Organe auswirkt. Wir unterscheiden drei Möglichkeiten, nach denen der menschliche
Organismus Farben aufnehmen kann:
1. die psychische (seelische) Aufnahme
2. die neurale (nervliche) Aufnahme
3. die physikalisch - chemische Aufnahme
Bei der psychischen Beeinflussung
handelt es sich um die Farbstrahlung, die vom Auge aufgenommen und vom Gehirn verarbeitet
wird. Die neurale Aufnahme der Farbstrahlung aktiviert aufgrund der ausgelösten
seelischen Kräfte den Organismus zur Bildung von spezifischen Antikörper, die in der
natürlichen Abwehrreaktion gegen Bakterien und Viren eine wichtige Rolle spielen. Die
physikalisch - chemische Farbaufnahme geschieht entweder über die Haut oder durch die
Aufnahme der in der Nahrung enthaltenen Naturfarben.