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Sehestedter Naturfarben 

        Färben mit Pflanzen

Alle einheimischen Pflanzen färben gelb, grün oder braun. Indigo (die Indigofärbung stellt eine Besonderheit dar, doch davon bei den Rezepten) gibt die Blautöne, Krappwurzel rote.

Der einzige tierische Farbstoff, nämlich die Schildlaus Cochinillee, liefert uns Farbspiele von dunklem Violett über leuchtendes Rot bis zum zarten Rosa. Es gibt natürlich noch mehr Färbepflanzen, aber die wenigen hier genannten haben sehr gute Echtheitswerte und sind für den Hausgebrauch einfach zu handhaben. Sehr oft werden Rezepte mit Rotholz und Blauholz erwähnt, doch gibt es hierbei große Probleme mit der Lichtechtheit, d.h. die gefärbten Garne vergrauen im Laufe der Zeit.

Seit ca. 5000 Jahren ist das Färben von Stoffen mit Pflanzenfarben bekannt. Fachleute aus der Textilbranche verbinden mit den Pflanzenfarben die Schönheit und ausgeprägte Harmonie.

Umweltschützer dagegen denken an eine umweltgerechte Produktion, an die nachwachsenden Rohstoffe und an die naturfreundliche Verarbeitung sowie Entsorgung.

Die Farbstoffe aus Rotholz, Reseda, Indigo und Co werden seit Jahrhunderten zum Färben von Textilien verwendet. Pflanzenfarben können es durchaus mit ihren Konkurrenten der chemischen Industrie aufnehmen. Neben ihren unbestrittenen Vorteilen für die Ökobilanz bieten die warmen Farbtöne durchaus Lichtechtheit und Waschechtheit. Sie wurden von den industriellen Farben in erster Linie durch deren Kostenvorteil verdrängt. Sicher - Pflanzenfarben und Naturfarben sind teurer als die Färbetabletten aus dem Supermarkt, aber wer schon einmal ein weißes Seidentuch in den Zwiebelschalensud getaucht hat und ein herrliches golgelbes Tuch herausholt denkt nicht an die paar Cent mehr sondern an Freude, Handwerk, Sinnlichkeit und Spaß! Versuchen Sie doch auch einmal mit Pflanzenfarben zu färben.

Einen sehr guten Einstieg und Überblick zum Färben mit Pflanzenfarbstoffen finden Sie hier.

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