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Sehestedter Naturfarben

Umwelterklärung

Das Managementsystem

Die Produkte
In der Produktionsstätte der Sehestedter Naturfarben werden Wandfarben, Fußboden- und Bautenkleber, Wasserlacke und Fußbodenwachse sowie Lasurbinder für den baukünstlerischen Bereich auf Wasserbasis hergestellt.
Bei der Herstellung farbiger Holzlasuren, Leinöllacken, Fußbodenölen werden noch Lösemittel (Terpentin) eingesetzt. Auch in dem kleinen Bereich der historischen Schellack-Produkte für Restoratoren wird noch das Lösungsmittel Ethanol benötigt.
Alle zur Zeit über 100 verschiedenen Produkte werden kontinuierlich weiterentwickelt. Aufgrund einer flexiblen Organisationsstruktur und durch ein leistungsfähiges Qualitätssicherungssystems werden wir höchsten Ansprüchen an die Beschaffenheit unserer Produkte gerecht.

Die Entwicklung
Ziel der firmeninternen Forschung ist, die Lösungsmittel Terpentin und Ethanol durch Wasser zu ersetzen. Es wird daran gearbeitet, Chitosan (ein aus Krabbenschalen, also Abfall, hergestellter Rohstoff) noch intensiver als Emulgator einzusetzen aber auch Lignin als Bindemittel zu benutzen.
Durch eine Kombination der nachwachsenden Rohstoffe Chitosan, Lignin (ein Holzbestandteil der als Nebenprodukt bei der Zellstoffgewinnung anfällt) und Schellack sollen völlig neue Produkte entwickelt werden.
Die Deutsche Bundestiftung Umwelt hat unseren Antrag auf Förderung der Produktinnovation Chitosan für den Bereich der ökologischen farben (Lacke, Lasuren und Sportboot-Antifoulings) Ende 1996 positiv bewertet. Das bedeuted, daß wir gemeinsam mit dem Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie-Institut der Universität Kiel und dem Labor LimnoMar in Hamburg jetzt intensiv an unserem o.g. Entwicklungsziel arbeiten werden.
Die Technologiestiftung Schleswig-Holstein finanziert das F+E-Projekt "Lignin" in Kooperation mit der Forschungsstelle für Ökosystemforschung und Ökotechnik der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Bei dieser Forschungsarbeit geht es um die Untersuchung der Verwendung des Lignins als Kleber für Dämmaterial, und der Eignung als Bindemittel für unsere Farben- und Kleber-Produkte.

Der Ablauf der Produktion
Die Rohstoffe werden wenn möglich vom Erzeuger (Kreide, Dolomit-Gesteinsmehl, Kasein aus Schleswig-Holstein) mit eigenem Fahrzeug abgeholt. Ebenso werden die Großhändler und Importeure in Hamburg für Wachse, Harze, Latex, Talkum etc. von uns angefahren. Für größere Entfernungen haben wir ein Abkommen mit der BAHNTRANS, die uns die Rohstoffe aus West- und Süddeutschland sowie aus Holland auf dem Schienenwege befördert.
Die Produkte auf Wasserbasis, wie Wandfarben, Kleber und CHITO-Öl werden in einem Produktionsablauf nacheinander hergestellt, so daß kein Abwasser anfällt. Das Waschwasser der Behälter wird in den nächsten Ansatz übernommen. Pro Ansatz werden 1000 l gefertigt und in Eimer abgepumpt.
Die Produkte auf Öl-Terpentinbasis werden mit Turbo-Rührern gemischt. Auch hier wird die Produktion der verschiedenen Farb-Lasuren und -Lacke so geplant, daß anfallendes Waschterpentin in der nächsten Charge wieder verarbeitet wird.
Alle Produkte werden von Hand mit speziellen Pumpen abgefüllt und gewogen, und die Dosen und Eimer von Hand etikettiert. Das ist sehr arbeitsintensiv, aber wir sind der Meinung, daß eine Abfüll- und Etikettiermaschine unnötigerweise eine Arbeitskraft abschaffen würde.
Für den Transport der Waren zum Kunden ist wieder die BAHNTRANS zuständig. In zusammenlegbaren Collies werden die Eimer und Dosen ohne weiteres Verpackungsmaterial per Bahn und Nahspedition direkt zum Kunden gebracht. Dort nimmt die ausliefernde Spedition die Leerbox sofort wieder mit. Wir sparen so viel Verpackungsmaterial und der Kunde hat geringeren Müllanfall.

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