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Sehestedter Naturfarben

Umwelterklärung

Vorwort der Geschäftsleitung

Die Firma Sehestedter Naturfarben Adolf Riedl ist eine kleinere, in Sehestedt ansässige Einzelunternehmung, die ökologische Baumaterialien entwickelt, produziert und vertreibt. Unsere Kundenstruktur ist breitgefächert und erstreckt sich über das gesamte Bundesgebiet und das europäische Ausland.

Unsere ökologisch orientierte Unternehmensphilosophie erwuchs aus der Auseinandersetzung mit der "Baubiologie" der 80er-Jahre, welche u.a. aus einer Reaktion einer großen Zahl von Verbrauchern auf die z.T. sehr gesundheitsgefährdenden Stoffe der industriellen Lack- und Farbenproduktion entstand. Erinnert sei nur an den Holzschutzmittel-Skandal (Einsatz von PCB und Lindan in Holzlasuren) und an den Einsatz von Terpentinersatz mit den kanzerogen wirkenden Aromaten Benzol, Tuluol und Xylol.

Ökologisch betrachtet sollten alle Produkte, die wir Menschen herstellen, der Natur nachgebildet sein, d.h. sie sollten das ökologische Gleichgewicht nicht stören, nicht bei der Herstellung, nicht beim Gebrauch und nicht bei der Entsorgung. Jeder Rohstoff sollte vor dem Einsatz in Bezug auf diese drei Kriterien diskutiert werden. Das Ergebnis ist meist, daß der Einsatz von Rohstoffen aus nachwachsenden Ressourcen am sichersten ist. Produkte aus Erdöl entstehen nicht aus nachwachsenden Ressourcen. Alle Pflanzenöle, wie Leinöl und Holzöl, die Naturwachse, Gummen und Harze erfüllen die drei ökologischen Kriterien und sie wachsen nach.

So gesehen wird in unserem Entwicklungslabor und im Produktionsprozess jeder Einsatzstoff laufend diskutiert. Wir sind ständig auf der Suche nach neuen Rohstoffen, und Produktionsverfahren.

Es war für uns daher ein selbstverständlicher Schritt, als eines der ersten Unternehmen in Schleswig-Holstein einen neuen Weg im betrieblichen Umweltschutz zu gehen. Entsprechend der EG-Ökoaudit-Verordnung über die “freiwillige Beteiligung gewerblicher Unternehmen an einem Gemeinschaftssystem für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung” (EG - Verordnung 1836/93 vom 29. Juni 1993) haben wir ein Umweltmanagementsystem eingeführt und werden jetzt und in Zukunft über unsere Fortschritte im Umweltbereich berichten.

Um den Anforderungen der Verordnung gerecht zu werden, haben wir uns bei der Umsetzung, d.h bei der Formulierung der Umweltpolitik, dem Aufbau und der Einführung des Umweltmanagementsystems, der Durchführung der ersten Umweltbetriebsprüfung bis zur vorliegenden Umwelterklärung, durch ein kompetentes externes Beraterteam der duag unterstützen lassen.

Wichtig bei der Durchführung des Projektes war uns auch die Einbeziehung der Mitarbeiter, da nur durch deren Engagement der betriebliche Umweltschutz in einer Weise umgesetzt werden kann, daß hierdurch eine kontinuierliche Verbesserung erreicht wird.

Wir sind uns bewußt, daß diese erste Umwelterklärung noch Nachbesserungen erfordert, da nicht alle Ziele sofort umgesetzt werden können. Wir stellen uns dieser Herausforderung und werden Sie über die Fortentwicklung regelmäßig informieren.

Sehestedt, 2. Januar 1997
Adolf Riedl

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