Holzöl (Tungöl)
Holzöl, kalt gepresst oder extrahiert aus den Samenschalen
u. Kernen der in China, USA und Südamerika verbreiteten baumartigen Aleurites-Arten
(Wolfsmilchgewächse) ist heute eines der wichtigsten und unentbehrlichsten Öle in der
Lackindustrie. Holzöl enthält bis zu 82% stark ungesättigte Elaeostearinsäure. Es
gehört also wegen seines hohen Gehalts an ungesättigten Fettsäuren zu den trocknenden
Ölen. Die Chinesen nennen den Holzölbaum "tung shu" (daher der Name Tungöl). 
Zwei Dingen machen den Gebrauch des reinen Holzöls problematisch:
1. An der Luft erstarrt ein Anstrich mit Holzöl unter
Sauerstoffaufnahme zu einer matten, rissigen Schicht (Eisblumenbildung).
2. Holzöl enthält giftige oder zumindest stark abführende Stoffe.
Auf der Haut kann Holzöl Entzündungen verursachen (Holzölkrankheit).
So gesehen ist es verwunderlich, daß
Holzöl zu einem der wichtigsten Rohstoffe der modernen Lackindustrie geworden ist.
Erst durch Weiterverarbeitung, durch Erhitzen mit Leinöl, durch
Harzzusatz, durch Gelantieren bei Anwesenheit von Oxidationsmitteln und
Wiederverflüssigen bei höherer Temperatur erhält man aus dem Holzöl Öle und Firnisse,
die harte wasserbeständige Anstriche geben und deshalb zu Aussenlacken, Fussbodenlacken,
Bootsanstrichen, Japanlacken, Schleiflacken, Standöl und Emaillelacken verwendet werden.
Die Sehestedter Naturfarben lassen nach eigenen Angaben Holzöl mit
Leinöl und Baumharzen in einer modernen deutschen Anlage sauber verkochen. Bei dieser
Verkochung werden alle verunreinigenden Öle und Fette ausgeschieden, so daß der
Grundstoff für die Sehestedter Naturfarben keine problematischen Nebenwirkungen mehr
hervorruft.
H
ier können Sie den Rohstoff bestellen...
SHOP